Gebäude mit Geschichte sucht Menschen mit Herz

Das ist unser 3-in-1-Großprojekt:

 

GEBÄUDE MIT GESCHICHTE SUCHT MENSCHEN MIT HERZ

Warum wir Sie brauchen?

Kirchen pägen seit jeher das Bild unserer Städte. Und auch wenn sie heute nicht mehr als ntürliche Mitte der Gesellschaft empfungen werden, sind sie doch ein Symbol für die Sehnsucht vieler Menschen nach ebendieser Mitte. Diese Menschen brauchen einen Raum, um sich auszutauschen, sich zuzuhören, gemeinsam zu beten, zu feiern oder zu schweigen. Die St.-Mang-Kirche mit ihrem aktiven Gemeindeleben, ihren Gottesdiensten, Konzerten, Ausstellungen und Führungen ist so ein Raum. Ein Ort gelebten Glaubens und kulturellen Austausches. Und das seit vielen Jahrhunderten.

Damit sie das auch in Zukunft bleiben kann, brauchen wir Ihre Unterstützung. Das Gebäude ist in die Jahre gekommen und macht - nach der großen Innenraumsanierung 2007 – nun folgende Reparaturmaßnahmen in Höhe von rund 1,1 Millionen Euro notwendig:

  • Die Reinigung und Überholung der Hauptorgel
  • Die Anpassung des Geläuts
  • Die Sanierung der Südhalle mit Einbau der MangBox

Allein können wir diese Herausforderungen nicht stemmen. Deshalb brauchen wir Sie. Es geht um mehr als nur Orgel, Glocken und MangBox – helfen Sie uns mit Ihrer Spende, die St.-Mang-Kirche als einen symbolträchtigen Ort der Gemeinschaft und des gelebten Glaubens zu bewahren!

 

SPENDENMÖGLICHKEIT

Sie haben ein großes Herz für die St.-Mang-Kirche?
Dann würden wir uns über Ihre Unterstützung freuen!

Ihre Spende kann entweder dem Gesamtprojekt "Gebäude mit Geschichte sucht Menschen mit Herz" zugute kommen, oder auch nur für Ihr ganz persönliches Wunschprojekt (Orgel, Glocken  oder Südhalle & MangBox).
Bitte teilen Sie uns bei Ihrer Spende mit, welches Projekt Sie unterstützen möchten.

So können Sie spenden:

  • Per Überweisung auf unten stehendes Konto
  • Indem Sie Ihre Bar-Spende in einen der in der Kirche ausliegenden Umschläge legen und diesen in den Opferstock werfen

Herzlichen Dank für Ihre Mithilfe!

 

Sie möchten gerne noch mehr Informationen über die anstehenden Projekte?
Dann lesen Sie den folgenden Artikel von Franziska Kampfrath:

 

Großvorhaben im Dreierpack

In der St.-Mang-Kirche stehen dringende Aufgaben an

In jedem Haushalt stehen im Laufe der Zeit Reparaturen an. Die St.-Mang-Kirche eist ein sehr großes und altes Haus, in dem es nun für verschiedene Handwerker einiges zu tun gibt. Die Südhalle muss statisch saniert werden, die Orgel bedarf einer Reinigigung und einer technischer Erneuerungen und neue Glocken sollen aufghängt werden.

Die Statik der Sühalle
Bei der Südhalle handelte es sich ursprünglich um drei miteinander verbunden Seitenkapellen, die zwischen 1512 und 1519 angebaut wruden. Zwei davon dienten als Begräbniskapellen für Kemptener Patrizierfamilien, eine fungierte als Wallfahrtskapelle. In den Jahren 1969 und 1970 wurden die Seitenkapellen vom Kirchenschiff abgetrennt und bilden seither die separate Südhalle.

Demnächst werden Zimmerer, Stuckateure, Maurer, Restauratoren, Maler und Glaser in der Südhalle beschäftigt sein. Die Schäden dort sind vielfältig. Bei den Scheiteln der Gurtbögen sind Diagonalrisse aufgetreten. Dabei handelt es sich um gemauerte Bögen, die ein Gewölbe quer unterteilen oder abschließen. Die Risse entstanden, da die Bögen stärker nach außen gedrückt wurden.

Die Gründe dafür liegen bei der Dachkonstruktion. Dort sind Balken verfault und Auflagertiefen zu kurz. Eine geometrische Veränderungs des Dachs Führte zu einer größeren Schneeanhäufung. Bei der Umstrukturierung der historischen Dachkonstruktion gab es handwerkliche Fehler. Ein Bombenabwurf im Zweiten Weltkrieg verursachte Schäden, wodurch ein Drittel des Dachstuhls verkohlt ist.

Für die Arbeiten wird der Dachstuhl freigelegt. Das heißt, die Bretterböden werden ausgebaut und das Gewölbe wird von Schutt befreit. Die Handwerker versuchen, die Gurtbögen wieder lastfrei zu stellen. Dazu stärken sie vorhandene Balken durch Holz- oder Stahlträger. Ferner werden zum Teil neue Abfangkonstruktionen errichtet, die die Lasten wieder auf die Stützpfeiler bringen. Die Risse beiden Gurtbögen werden verpresst. Am Ende stehen maerarbeiten an den Decken und Wänden der Südhalle und die Reparatur von Schäden an den Glasfenstern an.

Auch an der Brüstung der Empore zur Südhallenseite sind Diagonalrisse aufgetaucht, die Verformungen anzeigen. Die Risse haben aber nichts mit den Schäden in der Südhalle zu tun. Ein Restaurator öffnete die betreffende Stelle. Dabei stellte man fest, dass die Abfangbalken, auf denen die Deckenbalken aufliegen, an den Auflagern verfault sind.

Bei der Sanierung werden Abfangbalken bis zum gesunden Holz zurückgeschnitten. Der geschädigte Bereich wird abgesägt und durch neues Holz an diesen Stellen ersetzt. Dabei werden die neuen Holzteile mit den Balken verbunden. Bis zum Abschluss der Arbeiten steht eine provisorische Holzabstützung in der Südhalle.

Einbau der „MangBox“
Im Zuge der Sanierungsarbeiten soll in die Südhalle die sogenannte „MangBox“ eingebaut werden. Diese wird das Provisorium des Eintrittskartenverkaufs für die Erasmuskapelle ersetzen. Die „MangBox“ soll sieben mal fünf Meter groß sein, mit einer Glasschiebewand und einem Vorraum für Sitzgelegenheiten. Außerdem wird sie einen Schallschutz erhalten. In der „MangBox“ soll, neben dem Kartenverkauf, ein Café entstehen, in dem Frauen und Männer aus dem Haus Lichtblick Kaffee ausschenken. Dadurch wird die Südhalle zu einem Ort der Begegnung und lädt zum gemütlichen Veweilen ein. Schirmherr für das Projekt Südhalle ist Bruno Fischle, ehemaliger Leiter des Staatlichen Bauamts Kempten.

 

Die Hauptorgel
Die Firma Gerhard Schmid Orgelbau aus Kaufbeuren errichtete 1987 die Hauptorgel. Sie hat 57 Register und fünf Manuale, die man unterschiedlich koppeln kann. Etwa alle 20 Jahre ist eine Generalreinigung solcher Instrumente nötig. Diese steht nun an. Im Laufe der Jahre hat sich ein Schmutzfilm auf den Pfeifen gebildet, der zu einem teerartigen Belag verkleben würde. Dieser könnte dann nicht entfernt werden, ohne irreversible Schäden am Pfeifenwerk zu verursachen. Zudem gibt es im Inneren der Orgel leichten Schimmelbefall.

Für die Säuberung werden die knapp 4000 Pfeifen in eine Werkstatt abtransportiert. Bei der Generalreinigung müssen die Zungenregister, die sich momentan schnell verstimmen, sowie die tiefen Bassregister speziell intoniert werden. Außerdem erfolgt eine behutsame Neuintonation der Pfeifen.

Die Generalreinigung ist immer ein guter Zeitpunkt, um mögliche Mängel an der Orgel auszubessern. Was den Spieltisch betrifft, so ist die Orgel laut Kirchenmusikdirektor Frank Müller mit einem "Auto ohne Servolenkung" vergleichbar. Mit nur sechs Möglichkeiten ist die Setzerkombination, also die Voreinstellung des Wechsels der Registerklangfarben, veraltet. Nach der heute gebräuchlichen Technik sind über 1000 solcher Variationen möglich. Dies wird nachgerüstet. Außerdem fehlen zwischen einzelnen Manualen die Koppeln, was auch mechanisch überarbeitet werden soll.

Des weiteren sind die Obertasten zu breit, was für den Organisten beim Spielen hinderlich ist. Die Traktur, als die Verbindung von der Taste zum Ventil in der Orgel, ist schwerfällig und nur bedingt nachzuregulieren. Deshalb soll ein komplett neuer Spieltisch gefertigt werden.

Beim Bau der Orgel waren ursprünglich weitere Register geplant: Ein Cymbelstern und ein Glockenspiel. Außerdem fehlen zwei andere Register, nämlich das Oboen- und ein 32-Fuß-Register für sehr tiefe Basstöne. Diese fehlenden Register sollen nun eingebaut werden. Das Oboenregister spielt besonders in der romantischen Orgelmusik eine wichtige Rolle. Es ist nicht durch andere Register zu ersetzen. Das 32-Fuß-Register wird über das Pedal bedient und erzeugt als tiefsten Ton ein Subcontra-C mit einer Frequenz von 16,35 Hertz. Für dieses Register ist der Einbau von zwölf neuen Pfeifen nötig, die hinter der Orgel Platz finden werden.

 

Die Glocken
Um guten Klang geht es auch bei den Glocken im Turm der St.-Mang-Kirche. Die älteste der momentan drei Glocken ist die Vaterunserglocke, die auch Kindsglocke heißt und am Michaelistag 1383 gegossen wurde. Sie wigt 1450 Kilogramm und hat einen Durchmesser von 134 Zentimetern. Ihr Schlagton ist ein eingestrichenes Ges. Der Legende nach soll ihr Metall von einer Kanonenkugel stammen, die die reichsstädtischen Bürger 1363 bei der Erstürmung der Burghalde erbeuteten. Auf ihr zu lesen sind die Namen der vier Evangelisten und des Erzengels Michael. Sie ist die älteste Minuskelglocke in Bayerisch Schwaben.

Die Sterbeglocke wurde von Hans Frey im Jahr 1581 gegossen. Sie wird auch Salveglocke genannt, wiegt 2800 Kilogramm und hat einen Durchmesser von 161 Zentimetern. Sie stammt aus einer kleineren Glocke, die 1376 gegossen und 1570 umgegossen wurde. Auf ihrem Rand stehen die Namen der Magistratsmitglieder der protestantischen freien Reichsstadt aus dem Jahr 1581. Der Grundton dieser Glocke ist ein eingestichenes Es.

Das Insitut "Pro Bell" der Hochschule Kempten fand bei Messungen heraus, dass die Läutebedingungen die diesen beiden historischen Glocken nicht optimal sind. Durch ihren schweren Klöppel ist die Vaterunserglocke stark beansprucht. Das hängt auch mit der Klöppelformung zusammen, bei der die Masseverteilung ungünstig ist. Das ist bei der Sterbeglocke nicht der Fall. Sie hat aber eine geringe Anregung des Klangs, der dadurch leidet. Zudem hängt die Glocke an einem historisch falschen Stahljoch und nimmt dadurch Schaden.

Die beiden alten Glocken müssen dringen restauriert werden. Das Institut "Pro Bell" konstruiert neue Klöppel, die die Gießerei Bachert in Karlsruhe fertigen wird. Das Kemptener Ingenieurbüro Schütz gestaltet den Glockenstuhl um.

Die Glockengießerei Gebhard aus Kempten schuf 1948 die Taufglocke. Sie wiegt 650 Kilogramm und hat einen Durchmesser von 96 Zentimetern. Ihr Schlagton ist ein eingestrichenes As. sie gilt als wichtiges Symbol des Friedens und Wiederaufbaus. Klanglich passt sie jedoch nicht zu den historischen Glocken.

Deshalb soll die Taufglocke abgehängt werden und einen neuen Platz als Friedensdenkmal finden. Dafür sollen drei neue Glocken mit den Tönen einstrichenes Ces, zweigestrichenes Des und zweigestrichenes Es angeschaftt. Sie sollen von der Firma Bachert in Karlsruhe gegossen werden.

Gesamtkosten: Ca. 1,1 Millionen Euro
Die Kosten für die Sanierung der Südhalle und den Einbau der MangBox belaufen sich auf rund 590 000,– Euro. Die Ausgaben für die Arbeiten an der Orgel betragen ca. 390 000,– Euro. Und die Kostenschätzung für die Glocken liegt bei etwa 130 000,– Euro.