Die Keck-Kapelle

   Von der Keck-Kapelle aus hat man eine tollen Panormablick auf Kempten

 

AKTUELLE VERANSTALTUNGEN IN DER KECK-KAPELLE:

 

Gottesdienste in der Osterzeit

Ostersonntag, 16. April, 6.00 Uhr:
Feier der Osternacht
mit Pfarrer Klaus Dotzer

Ostermontag, 17. April, 18.00 Uhr:
Emmaus-Gottesdienst
mit Pfarrer Hartmut Lauterbach

 

Die Keck-Kapelle ist im Besitz einer privaten Stiftung und nicht öffentlich zugänglich. Mehrmals im Jahr finden dort evangelische Gottesdienste und Andachten statt:

  • Osternachtsfeier am Ostersonntagmorgen
  • Emmausgottesdienst in der Osterzeit
  • Sommerandachten im Juni/Juli (jew. Sonntagabends, 19.00 Uhr)
  • Christvesper an Heilig Abend
  • Taufen und Trauungen

 


 

Die Keck-Kapelle ist ein Kirchengebäude romanischen Ursprungs in Kempten. Sie ist die älteste Kirche der Stadt und erfuhr mehrere Umbauten und Erweiterungen. Die Kapelle ist dem heiligen Stephanus geweiht. Die vollständige Bezeichnung der Kapelle lautet Leprosenkapelle St. Stephan im Keck. Die Kapelle befindet sich auf dem östlichen Illerhochufer oberhalb der Kemptener Altstadt. Heute steht sie in direkter Nähe zur Kaufbeurer Straße und dem Verkehrsknotenpunkt Berliner Platz. Zur Errichtungszeit stand die Kapelle weit außerhalb der mittelalterlichen Altstadt auf kaum bebautem Gelände. Archäologische Ausgrabungen im Umfeld zeigten, dass die Kapelle über dem großen römischen Gräberfeld der Landstadt Cambodunum errichtet worden ist.

Die Kapelle ist dem heiligen Stephanus geweiht. Geschichtlich erwähnt wird sie als Leprosenkapelle St. Stephan, St. Stephan zu den Hohen Stegen, St.-Stephan am Keck oder Keck-Kapelle, wobei letzterer Name der heutige geläufigste ist. Der Name „Keck“ stammt von einem früheren Besitzer, der auch der Eigentümer und Betreiber des Gasthofs „Zum Keck“ in direkter Nachbarschaft war.

Die heutige Keck-Kapelle basiert auf einem romanischen Bau aus dem Hochmittelalter. Dies zeigten die Formen des Mauerwerks sowie der romanischen Rundbogenfenster, die bei einer Sanierung in den 1930er Jahren freigelegt wurden. In gotischer Zeit wurde die Kapelle umgebaut und durch einen mehreckigen Chor erweitert.

1521 verlegte man das Seelhaus aus der Stadt zur Stephanskapelle. 1665 wurde das Seelhaus, drei Jahre später auch die Kapelle auf Kosten eines Johann Auchters renoviert. In dieser Zeit entstand wohl auch der quadratische Dachreiter. Im Jahr 1769 wurde das Gut mit der kleinen Kapelle von einem „gewissen Keck“ erworben. Die Kapelle gelangte 1898 in den Besitz des Konsuls Leonhard Kluftinger. In den Jahren 1898 und 1940 beschäftigte man sich mit einer Restaurierung der Kapelle. Dabei legte man die umfangreichen, gotischen Wandmalereien im Chorraum frei.

2010 und 2011 meldete die regionale Presse, dass eine Einsturzgefahr der Decke bestehe. Um dem entgegenzuwirken, restaurierte man die Kapelle für rund 200.000 Euro.

(Quelle: Wikipedia)

Innenraum:
Eine Besonderheit sind die Wandmalereien, unter anderem die Darstellung der zehn Jungfrauen (nach Matthäus 25,1-13) im Chorbogen: An der Nordseite die fünf klugen Jungfrauen und gegenüber, an der Südseite, die fünf törichten Jungfrauen.

Auffällig ist der Altar, der 1908 in Tirol erworben wurde und dessen Schrein und Gesprenge modern ergänzt wurde. Dargestellt sind an der Predella (unten) das Schweißtuch der Veronika, rechts und links die Heiligen Petrus und Paulus (aus neuerer Zeit) und mittig die Emmausszene. Im Gesprenge findet sich unter einem Baldachin der Kirchenpatron St. Stephan.

 

  Bild: „KeckkapelleSommer2012“ von Alofok - Eigenes Werk. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons