Geschichte der Markuskirche

Die Markus-Kirchengemeinde wurde 1970 im Stadtteil Thingers ins Leben gerufen. Bis zur Fertigstellung 1976 predigte Pfarrer Braun vor einer noch kleinen Gemeinde in einer Notkirche. Die Markuskirche mit Gemeindezentrum und Kindergarten entwickelt sich ab 1977 mit Pfarrer Fehr; verschiedene Kreise, Posaunenchor, Kinder- und Jugend- und Erwachsenenarbeit organisieren sich. Mit Pfarrer Wolf Hennings ab 1985 wird die Markuskirche im Thingers zu einem christlichen Zentrum der Begegnung mit gelebter Ökumene und mit großem sozialem Engagement. „Die Arbeit in diesem Stadtteil ist mit viel Hoffnung und Zukunftsglaube verbunden, denn es gibt nur wenig traditionelle Christen. Man muss hier immer wieder neue Wege schaffen und auf Zugezogene eingehen. Hier fanden Mitte der 80-ziger Jahre die Siebenbürger eine neue Heimat, 1997 wurde hier der Arbeitskreis Stadtteilentwicklung gegründet, seit 1998 bemüht man sich intensiv um die Integration der Russlanddeutschen“ so Pfarrer Wolf Hennings anlässlich des 30-jährigen Jubiläums im Jahre 2000. Seit 2001 arbeitet die Markuskirche aktiv an der Umsetzung der Projekte für die „Soziale Stadt Thingers“ mit. Nach 5 Jahren aktivem Miteinander im Stadtteil Thingers, konnte der "Bürgertreff Thingers" eingeweiht werden. Zur Zeit finden hier Kinder, Jugendliche und Erwachsene aus dem Stadtteil interessante Angebote für jedes Alter und Interesse. Das Leben hier konnte durch das Miteinander ganz konkreter Persönlichkeiten auch konkrete Gestalt annehmen.

Seit März 2008 ist das Pfarrersehepaar Sonja von Kleist und Rainer Piscalar ins Pfarrhaus gezogen. 

Anfang 2011 wurde die ehemalige Notkirche, die lange Jahre als "Villa Kunterbunt" Teil des KIndergartens war, als letzter Teil des alten Kindergartens, abgerissen.  2011 wurde der neu gebaute Kindergarten eingeweiht, mit dem in enger Zusammenarbeit Gemeindeaufbau geschieht.  Weiterhin arbeitet die Gemeinde mit dem Verein "IkarusThingers" zusammen. So wurden die Kindertheatergruppe des Vereins und der Kirchengemeinde zusammengeführt. Auch mit der Nordschule wurde eine gemeinsame Kindertheatergruppe initiiert, sodass der Stadtteil vernetzt wurde. Das Miteinander von Menschen mit Migrationshintergrund und denen, die schon immer hier gelebt haben, ist inzwischen selbstverständlicher geworden: z.B. in der  Gottesdienstgemeinde, im Konfirmandenunterricht, im Elternbeirat des Kindergartens und bei den neuen Kandidaten des Kirchenvorstands.

Neben dem Neubau des Kindergartens wurde im gesamten Kirchengelände viel verändert. Das Pfarrhaus wurde renoviert, das Kirchengelände umgestaltet und mit dem Kindergarten auf eine Ebene gebracht. Der Zugang zur Kirche und zum Kindergarten wurde behindertengerecht gestaltet.  Bäume wurden gefällt und neu gepflanzt. Eine große Aufgabe für die Zukunft wird die Neugestaltung und Renovierung der Kirche sein. An der äußeren Wandlung des Kirchengeländes bildet sich ab, dass die Kirchengemeinde der Markuskirche sich ebenfalls wandelt. Das soziale Engagement bleibt weiterhin wichtig, aber es findet auch eine Suche nach anderen Glaubensformen statt. Seit Jahren pilgert eine Gruppe regelmäßig, es wurden Abendgottesdienste eingeführt, Segnungs- und Salbunsgottesdienste fanden statt und auch Glaubenskurse wurden initiiert.