Konzeptionelle Thesen

Konzeptionelle Thesen zu unserer Gemeinde

Anlass
Die im Frühjahr 2013 durchgeführte Gemeindeberatung erfolgte aufgrund der personellen Unsicherheit und den damit einhergehenden Überlegungen, wie die Gemeindearbeit übergangsweise mit nur einem hauptamtlichen Pfarrer gestaltet werden kann. Kostenprognosen zur Johanneskapelle ließen ebenfalls eine Beratung angezeigt erscheinen. Bei den folgenden Thesen handelt es sich um zeitlich befristete Leitsätze, die aus der Gemeindeberatung entstanden sind.

Gültigkeit
Diese Thesen sollen für die nächsten 6 Jahre gelten und danach überarbeitet und neu gefasst werden.

Gemeindekonzeption
1) Aufgrund der gegenwärtigen Situation strukturieren, verstehen und gestalten wir unsere Gemeinde zentral. Dadurch sollen die personellen Kräfte effizient das Gemeindeleben fördern. Ehrenamtliches Engagement unterstützen wir nachhaltig.
2) Bestehende dezentrale Angebote wollen wir engagiert erhalten. Gottesdienste und ökumenische Veranstaltungen sollen auch in den Außenorten unterstützt werden und erhalten bleiben.

Gottesdienste
3) Wir gestalten das Gottesdienstangebot für unsere Gemeindeglieder in allen Bereichen verlässlich.
4) Die Gottesdienste sollen vielfältig sein, um die Gemeindeglieder in ihrer Unterschiedlichkeit (Zielgruppen) zusammen zu führen.

Präsenz
5) Wir achten auf die Wahrnehmbarkeit und Zugänglichkeit evangelischer Gemeinde und unserer Angebote. Unsere Präsenz in der Diaspora wollen wir fördern.

Johanneskapelle
6) Die Johanneskapelle ist ein Stück Glaubensgeschichte in unserer Kirchengemeinde und wir haben sie als Auftrag der Gemeindearbeit erfahren. Deshalb erhalten wir die Johanneskapelle im Rahmen unserer finanziellen Mittel.

 

Konkret bedeuten diese Thesen für das Gottesdienstangebot in unsrer Gemeinde:
- Wir wollen in der Christuskirche generationsübergreifend als Gemeinde Gottesdienst feiern. Von daher soll es nur noch einen gemeinsamen Gottesdienst am Vormittag geben und nicht mehr z.B. einen Minigottesdienst nach einem traditionellen Gottesdienst.
Damit Gottesdienst generationsübergreifend gefeiert werden kann beginnt der Gottesdienst in der Christuskirche immer um 10.15 Uhr.
- Am 3. Sonntag im Monat findet in der Christuskirche immer ein familienfreundlicher Gottesdienst statt, der in der Regel vom Minigottesdienst-Team oder dem Familiengottesdienst-Team gestaltet wird.
- Es bleibt dabei, dass am ersten Sonntag im Monat Gottesdienst in Sulzberg im kath. Pfarrheim und am 3. Sonntag im Monat Gottesdienst in Durach in der Kapelle des Seniorenzentrums gefeiert wird. Die Anfangszeit ist aber ebenfalls jeweils 10.15 Uhr - also 15 Minuten früher als bisher. Jeweils ca. viermal im Jahr feiern wir gemeinsam Abendmahl.
- Es bleibt dabei, dass in Oy wöchentlich Gottesdienst stattfindet. Der „Gottesdienst zum Innehalten“ wird aber wieder durch einen „normalen“ Gottesdienst ersetzt. Damit ein Liturg / eine Liturgin den Gottesdienst in der Johanneskapelle und in der Christuskirche halten kann, beginnt er allerdings bereits um 9.00 Uhr.
- Es bleibt dabei, dass wir in der Johanneskapelle und in der Christuskirche einmal im Monat Abendmahl feiern - jeweils am 2. Sonntag im Monat. Mit Wein oder Traubensaft. Da wechseln wir ab.
- Die Jugendgottesdienste sowie die Gottesdienste in der Reihe „Angesprochen“ finden weiterhin ca. alle zwei Monate um 18.00 Uhr statt.
- Die neuen Gottesdienstzeiten gelten ab Beginn des neuen Kirchenjahres, also ab dem 1. Advent 2013.

Das bisher Gesagte und manches, was hier aus der gebotenen Kürze nicht ausführlicher und konkreter dargelegt werden kann, haben wir als Kirchenvorstand in vielen Stunden und nach einem offenen, teilweise auch harten Ringen einstimmig beschlossen. Wir sind uns bewusst, dass jede Entscheidung etwas „kostet“, nicht alle Erwartungen und Wünsche erfüllt werden können. Wir hoffen aber, dass durch die getroffenen Beschlüsse Gemeinschaft in unsrer Gemeinde weiter wächst, „die Oyer“ im Blick auf „ihre“ Johanneskapelle aufatmen und ein lebendiges Gemeindeleben gefördert wird. Für Nachfragen stehen die Kirchenvorsteherinnen und Kirchenvorsteher sowie wir Pfarrer Ihnen gerne zur Verfügung. Sprechen Sie uns an!

Kempten, im November 2013